Selbstgemachtes Ghee – geklärte Butter

Selbstgemachtes Ghee - geklärte Butter

 

Hallo ihr Lieben...heute möchte ich euch ein ayurvedisches Rezept für "Selbstgemachtes Ghee - geklärte Butter" zeigen

Denn — Ghee tut Körper, Geist und Seele gut. Es besteht fast zu 100% aus Fett, ist sehr hochwertig und leicht bekömmlich. Durch das Abtrennen von Milcheiweiß und Milchzucker bleibt nur das reine Butterfett übrig, welches selbst bei starker Lactoseintoleranz völlig problemlos verwendet werden kann.

Der Rauchpunkt von Ghee liegt leicht über 190° C. und es kann somit wunderbar zum Anbraten und Dünsten verwendet werden. Ghee enthält einen Großteil (etwa 60 %) gesättigte Fette. Allerdings handelt es sich hier um kurzkettige Fette, welche wir benötigen. Der Rest besteht aus einfach ungesättigten Fettsäuren und den essentiellen mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Die fettlöslichen Vitamine A,D und E aus der Butter bleiben bei der Herstellung von Ghee erhalten.

Welche Butter wird verwendet?

Bereitet man sich selbst Ghee zu, dann sollte man Weidebutter verwenden. Je hochwertiger die Butter, desto hochwertiger das Ghee, welches innerlich und äußerlich angewendet werden kann.

Bei der Herstellung von Ghee wird die Butter in einem Topf erhitzt und fängt an zu  schäumen. Nach einiger Zeit trennen sich Milchzucker und Eiweiß ab und bilden Flocken, die abgeschöpft werden. Mit dem aufsteigenden Dampf entweicht das Wasser. Am Ende bleibt selbstgemachtes Ghee - geklärte Butter, die lange haltbar ist. Sogar bei Zimmertemperatur kann man sie über viele Wochen lagern, ohne dass sie schlecht wird. Butter spritzt beim Anbraten, Ghee nicht.

Hier einige gesundheitliche Aspekte von Ghee:

- es fördert die Verdauung und schmiert die Darmwände von innen

- kräftigt die Leber

- hält die Gelenke geschmeidig

- stärkt das Gedächtnis

- senkt den Cholesterinwert

- Anti-Aging Mittel

- erhöht die Vitalkraft im Körper

- Nerven- und Gehirnfood

- äußerlich anwendbar bei Hautkrankheiten und Verbrennungen

- für Massagen wunderbar geeignet, wärmt und entspannt die Haut

Etwas Ghee in warmer Milch getrunken kann Verstopfung beseitigen!

Hast du Lust darauf bekommen, dir dein eigenes Ghee selber herzustellen 😉 ?

Selbstgemachtes Ghee - geklärte Butter

Zutaten:

Für etwa 370 g Ghee, denn am Ende bleiben 75% der verwendeten Butter übrig.

2 Würfel à 250 g Weidebutter, ungesalzen und ohne Zusätze
ausgekochte oder heiß ausgespülte, trockene Gläser, samt Deckel
engmaschiges Sieb
ausreichend großer Edelstahltopf, etwa 1 Liter
sauberes Tuch zum Filtern oder Küchenkrepp
sauberer Edelstahlbehälter zum Erstfiltern

Zubereitung:

Zuerst nimmt man die Butter für etwa 20 Minuten aus dem Kühlschrank, sodass sie Zimmertemperatur annehmen kann und sich entspannt. Dann wird die Butter in Stücke geschnitten und in den Topf gegeben. Die Butter langsam schmelzen lassen, bis sie anfängt zu köcheln und zu schäumen. Dann schaltet man den Herd auf niedrige Stufe, damit die Butter nur leicht köchelt und keinesfalls anbrennen kann.

Die Herstellung des Ghee — bzw. die Abtrennung des Milchzuckers und des Eiweißes dauert etwa 20-30 Minuten. Keinesfalls sollte man diesen Prozess unbeobachtet lassen. Nimm dir genügend Zeit und umsorge dein Ghee mit der nötigen Aufmerksamkeit und guten Gedanken. Umso wohltuender wird das Ghee werden.

Abschöpfen der Milcheiweiß- und Milchzuckerflocken

Während die Butter köchelt, schöpft man mit einem kleinen Teesieb aus Metall, immer wieder die sich bildenden Schaumflocken vorsichtig ab und entsorgt diese. Bitte nicht stark umrühren oder gar abdecken. Der Dampf muss entweichen können.

Stets darauf achten, dass nichts anbrennt. Nach einiger Zeit verringern sich die abzuschöpfenden Flocken und die Bläschen vom aufsteigenden Dampf werden weniger.

Das Ghee ist fertig, wenn kein Wasserdampf mehr aufsteigt und nur noch klares, goldenes Fett zu sehen ist. Am Boden des Topfes kann man eine braune Schicht erkennen. Jetzt heisst es obacht geben! Diese Schicht darf nicht anbrennen.

Ist das Ghee fertig?

Der richtige Zeitpunkt zum Abgießen ist erreicht, wenn ein karamellartiger Geruch aufsteigt, aller Schaum entfernt ist, keine Bläschen mehr aufsteigen und goldklares Ghee übrig bleibt. Den Karamellgeschmack schmeckt man später im Ghee.

Jetzt zieht man den Topf von der Kochstelle und lässt das Ghee etwas ausruhen und abkühlen. Zum Absieben legt man das Küchensieb über den bereitgestellten Edelstahlbehälter. Danach kleidet man das Sieb mit einem sauberen, waschmittelfreien Tuch oder doppeltem Küchenkrepp aus und gießt das Ghee ab. Vorsicht! Das Ghee ist flüssig und natürlich sehr heiß.

Nach ein paar Minuten Ruhepause kann man das Ghee in die vorbereiteten Gläser füllen, welche auf einem feuchten Tuch stehen sollten, damit sie nicht platzen. Dabei unbedingt darauf achten, dass kein Wasser in euer Ghee kommt, denn das verringert die Haltbarkeit. Völlig abkühlen lassen, Deckel drauf — fertig!

Nachtrag: So sieht Ghee aus, wenn es abgekühlt ist. Cremig und goldgelb. Eins lasse ich draußen stehen und eins kommt in den Kühlschrank als Vorrat.
Selbstgemachtes Ghee - geklärte Butter und für was man es verwenden kann:

Man verwendet es zum Anbraten von Fleisch, Dünsten von Gemüse oder für den morgendlichen, warmen Haferbrei. Ein Teelöffel abends in warmer Milch gelöst, soll wie bereits erwähnt, Verstopfungen beseitigen. Man kann es für Massagen verwenden. Es ist unheimlich sanft, ergiebig und wärmend. Auch bei Hautproblemen oder Verbrennungen kann es angewandt werden. Dies sind nur ein paar der unzähligen Möglichkeiten, wofür man Ghee nutzen kann.

Viel Spaß bei der Herstellung eures eigenen Ghee.

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